Archiv für Juli 2007

Habgierige Gastro-Päpste

Dienstag, 17. Juli 2007

tasse.jpg“Ein Gipfeli* und ein Cappuccino, das macht dann CHF 6.20″. Ich krame das Geld zusammen und … stocke. Wieviel? Sechszwanzig für ein bisschen Wasser, Milch, Kaffegeschmack und viel Fett? Unglaublich…. mein Stammkaffee war wohl die längste Zeit Stamm und ist ab sofort nur noch Kaffee. Die Serviceangstellte meint auf meine Frage wofür denn der Aufschlag von satten CHF 0.30 sei: “Ich kann euch gerne die Telefonnummer vom Chef geben. Fragt bei ihm nach, ich weiss auch nicht, wieso wir aufgeschlagen haben.”

Die Gastro-Päpste werden immer habgieriger. Ihnen gehört die Welt und sie bestimmen, wo’s lang geht. Preisaufschläge für 0,0 mehr Leistung. So nicht! Ich werde wohl eine gute Kaffemaschine kaufen und wieder wie bei Muttern den Kaffee selber machen.

Kaffeetrinker(innen) aller Länder vereinigt euch! Boykotiert die Machenschaften der Gastro-Päpste und lasst sie auf ihren haufen Kaffeebohnen hocken!
*Gipfeli = Hörnchen

Suisa macht mp3-Player teurer!

Mittwoch, 11. Juli 2007

Die Suisa hat einen glorreichen Sieg errungen und wird in naher Zukunft Mp3-Player und Harddisc-Recorder mit einer Urheberrechtsgebühr versehen. Die Geräte werden so teurer und der Zusatzerlös kommt den Kulturschaffenden und Künstlern zugute. Soweit die Theorie.

Wirft schon ein paar Fragen auf: Ist mein Handy ein Mp3-Player? Ist mein PC ein Harddisc-Recorder? Was, wenn ja und ich diese Geräte aber gar nicht zum “genussvollen Konsumieren von urheberrechtlich geschützter Musik” verwenden will? Diese Gebühr auf MP3-Player hat was Willkürliches an sich: Teenies bezahlen mehr für ihre iPods währenddem MP3-Massensammler weiterhin Lawinen von Songs aus dem Internet herunterladen und auf irgendeiner Festplatte speichern. Eine Festplatte ist (noch) kein Musikgerät und solange man die Songs nur für den privaten Gebrauch einsetzt, ist scheinbar alles legal (erst wenn man die Songs zum Tausch anbietet wird’s eng, wenn man dafür Geld verlangt sowieso).

Anderes Suisa-Problem: Angenommen, ich nehme mit meiner Band in einem kleinen Studio eine Demo-CD auf mit Eigenkompositionen. Davon möchte ich selbst 300 Stück auf CD-Rohlinge brennen. Ich muss pro Rohling Suisa-Gebühr zahlen (ok, kostet nicht mehr die Welt, aber das Prinzip…..) um mein eigenes geistiges Eigentum festzuhalten. Wer unterstützt da wen?

Das sind absurde Regelungen, die nerven und die falschen finanziell belasten!!! Bei allem Verständnis für nationale Künstler und Kulturschaffende!